Das Ziel der Initiative "Stadtgrün" ist die Förderung von Grün- und Wasserflächen im überbauten Stadtgebiet. Durch die Integration vielfältiger Arten von Bepflanzungen wird das Stadtklima entscheidend verbessert - und damit auch die Wohnqualität der Bevölkerung. Das Potenzial ist enorm: Fassaden, versiegelte Asphaltflächen, Plätze und Parkanlagen warten nur auf vertikale und horizontale Begrünungen. Das Potenzial wird heute aber viel zu wenig genutzt, weil sowohl öffentliche wie auch private Bauherren kaum über das gesetzliche Minimum hinaus gehen. Hier setzt die Initiative an: Sie will Projekte ermöglichen, die sich am Potenzial orientieren, nicht an den limitierten, zahnlosen Gesetzen.

Das Kick-off zur Initiativ-Lancierung haben wir am 3. September 2020 im Volkshaus Zürich erfolgreich durchgeführt. Anfang Oktober startet die Unterschriftensammlung. Personen und Organisationen, die uns dabei aktiv unterstützen wollen, melden sich bitte hier.


Handlungsfelder gibt es zahlreiche

Flächenwirkung und Erkenntnisgewinn

Die Initiative fordert Massnahmen auf zwei Ebenen:

  1. Sie fordert Projekte, die mittel- bis langfristig eine effektive Flächenwirkung erzielen, d.h. eine spür- und messbare Verbesserung des Stadtklimas erreichen.
  2. Sie ermöglicht Forschungs- und Pilotprojekte, die den Erkenntnisgewinn im Fokus haben, sodass Lerneffekte erzielt werden können. Dadurch kann die Wirkung der Massnahmen laufend optimiert werden.

Positive Anreize statt neue Gesetze

Um politische Ziele zu erreichen, gibt es entweder den Weg über Vorschriften und Verbote oder die Möglichkeit, positive (in der Regel monetäre) Anreize zu setzen, um eine bestimmte Entwicklung zu begünstigen.

 

Die Initiative setzt klar auf ein Anreizsystem, weil damit keine neuen Zwänge, keine neue Bürokratie und keine neuen Durchsetzungsprobleme entstehen, wie sie bei Gesetzen und Vorschriften üblich sind.

Ein ständiges Fachgremium bewirkt mehr als eine Einzelmassnahme

Politische Vorstösse fordern meist Einzelmassnahmen wie z.B. "100 Bäume für die Europaallee". Eine solche wäre aber zeitlich befristet, statisch und stünde möglicherweise quer zu anderen Vorhaben.

 

Die Initiative will stattdessen einem Fachgremium den Weg ebnen, neue Projekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren zu entwickeln und zu realisieren. Die Stiftung Stadtgrün ist dadurch in der Lage, ihre Ziele langfristig zu verfolgen, ihre Aktivitäten dynamisch zu gestalten (d.h. laufend an die aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen) und den Hebel dort anzusetzen, wo Kosten und Nutzen in einem optimalen Verhältnis stehen.

Typische Quartierszene in Zürich - Wo ist das Grün?

Grün statt Autos - Für eine wesentlich bessere Lebensqualität.


Nicht nur Neubauten berücksichtigen

Gesetze und Vorschriften im Bau zielen auf Neubauten und umfassende Sanierungen. Das grösste Potenzial für Gebäudebegrünung liegt aber im bestehenden Gebäudepark. Über Jahrzehnte hinweg wurden Gebäude mit Flachdächern gebaut, die mit Kies abgedeckt wurden. Diese Flächen sind für die Bewohnerinnen und Bewohner nicht nutzbar, werden nicht für die Energiegewinnung verwendet und es wächst kein Grashalm darauf. Diese Flächen heizen sich im Sommer extrem auf und sorgen für ein schlechtes, mitunter sogar gesundheitsgefährdendes Klima im Gebäudeinneren.

 

Die Stiftung Stadtgrün hat die Möglichkeit, Projekte für den bestehenden Gebäudepark zu planen und zu realisieren.

Über das gesetzliche Minimum hinaus

Wenn gebaut wird, orientieren sich sowohl öffentliche als auch private Bauherren in der Regel an den gesetzlichen Mindestvorschriften. Das liegt einerseits an der betrieblichen Kostenoptimierung, andererseits aber auch an fehlenden Beispielen, an denen sich zeigen würde, was Gebäudebegrünungen kosten, welchen Aufwand ihr Unterhalt verursacht und vor allem: Welchen Nutzen sie bringen.

 

Die Initiative setzt Pilotprojekte um, die es ermöglichen, solche Fragen immer besser beantworten zu können. Sie schafft damit Planungssicherheit für Investoren und Immobilienbesitzer - eine wichtige Voraussetzung, um Gebäudebegrünungen überhaupt in die Projektplanung einzubeziehen.

Konkrete Forderungen im Initiativtext

Die Initiative begnügt sich nicht mit einer allgemeinen Anregung, die von der Politik eher zufällig mal mehr und mal weniger beachtet wird. Sie beinhaltet daher auch einen Vorschlag, wie die Forderungen effektiv umgesetzt werden können. Zum einen braucht es ausreichende Mittel, zum anderen muss ein institutioneller Rahmen geschaffen werden, welcher es ermöglicht, diese Mittel unter Einbezug aller wichtigen Akteure sinnvoll zu verwenden. Die Initiative enthält daher drei Elemente:

  1. Anpassung der Gemeindeordnung (Auftrag für mehr Stadtbegrünung)
  2. Mittel reservieren
  3. Kompetenzzentrum schaffen und mit Fachpersonen bestücken, um die Ziele umzusetzen. Der Gemeinderat übt die Aufsicht aus, formuliert das Stiftungsreglement und wählt den Stiftungsrat.

Die Unterschriftensammlung startet am 30.09.2020

Unterschriftenbogen zum selber Drucken:

Download
2020 Unterschriftenbogen Stadtgrün.pdf
Adobe Acrobat Dokument 104.2 KB

Handlungsbedarf und Lösungsvorschlag:

Download
Präsentation VI Stadtgrün.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.1 MB

Das kleine 1x1 für’s Unterschriftensammeln

Sie dürfen unterschreiben, wenn…

 

…Sie mindestens 18 Jahr alt sind;
…Sie die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen;
…Sie in der Stadt Zürich wohnen und hier Ihre Steuern zahlen.

 

So geht’s:

  1. Den Unterschriftenbogen mit so vielen Unterschriften füllen wie möglich
    (max. 8, weitere Bögen können beim Komitee bestellt oder hier von der Website geladen werden);
  2.  Jede Person darf nur 1x unterschreiben;
  3.  Bögen bis spätestens 28. Februar 2021 zurücksenden an:
    Verein Stadtgrün, Kirchgasse 28, 8001 Zürich.

 Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


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