Projekte

An vielen Orten in der Welt fasst das Thema Vertikal- und Horizontalbegrünung langsam Fuss. Vorreiter sind Singapur und Wien. Zürich hinkt hinterher, obwohl wir hervorragende Bidlungsinstitutionen, kluge Köpfe und ausreichend finanzielle Mittel haben... und: Riesiges, ungenutztes Potenzial!

Lassen Sie sich von den hier aufgeführten Beispielprojekten inspirieren. Wir wünschen uns, dass ähnliche Projekte dank unserer Initiative auch in Zürich dereinst blühen.


Singapur ist Pionierin in Sachen Gebäudegrün

Mit gut 700 km² ist Singapur der kleinste Staat Südostasiens. Grund und Boden sind in dem Inselstaat also rar, entsprechend hoch ist die Dichte: Pro Quadratkilometer wohnen hier knapp 8.000 Menschen. So entstehen immer neue Gebäude, die viel Nutzfläche pro Grundfläche schaffen und den städtischen Raum enorm prägen. Für gewöhnlich nutzt man bei der Planung eines Hochhauses die teure Geschossfläche maximal aus. Vorherrschend sind, dem weltweiten Stil entsprechend, Glasfassaden, die mitunter gesichtslos und austauschbar wirken.

Dieser Entwicklung wollten die Architekten von WOHA entgegenwirken, als sie das 27 Stockwerke und 190m hohe Oasia Hotel planten. Bei diesem Gebäude ist die Struktur förmlich aufgerissen. Es bricht mit vielen allgemein gültigen Prinzipien im Hochhausbau und zeigt exemplarisch die Zukunft der Stadtentwicklung.


In PARIS WIRD DIE GRÖSSTE ROOFTOP-FARM DER wELT GEBAUT

Im Frühling 2020 soll auf dem Dach eines Messegebäudes eine Rooftop-Farm mit 30 Pflanzenarten auf 14'000m2 Fläche eröffnet werden. Zugleich ist die Farm ein Pionierprojekt in Sachen vertikaler Landwirtschaft: Die Pflanzen werden nicht in der Erde angebaut, sondern wachsen in Form einer Hydrokultur auf übereinander gelagerten Ebenen. Die Vorteile gegenüber dem traditionellen Ackerbau: weniger CO2-Emissionen, weniger Wasserverbrauch und kein Bodenverbrauch.


In Bochum entsteht ein Dachpark

Verschiedene Flachdächer, die heute mit Kies bedeckt sind, werden intensiv begrünt und mit Brücken untereinander verbunden. So entsteht eine hochwertige Grün- und Erholungsfläche auf knappem Raum.


In Tokyo entsteht das höchste holzhaus der weLT

Mit dem Projekt Plyscraper W350 wollen die Japaner beweisen, was im Holzbau alles möglich ist. Doch das Projekt zeichnet sich nicht nur durch die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus, sondern holt auch die Nahrungsmittelproduktion ins urbane Gebiet (urban farming).


IN New York wurde aus einer ZugTrasse der Highline Park

Anstatt die Strecke einer nicht mehr benötigten Hochbahn abzureissen, hat sich eine Bürgerinitiative dafür stark gemacht, den Bau zu erhalten und als Grünfläche zu gestalten, die sich grosser Beliebtheit erfreut.


Mailand

Unser Titelbild zeigt den Bosco Verticale in Mailand. Das Projekt beweist, dass grosse Pflanzen problemlos in die Gebäudestruktur integriert werden können. Da begrünte Wohnformen auch bei Mietern äusserst beliebt sind, sind die Wohnungen im Bosco Verticale überdurchschnittlich teuer - das ändert sich nur, wenn das Angebot massiv ausgebaut wird!

singapur

Weltweit führend in der Vertikalbegrünung ist Singapur. Das Projekt "Skygardens" bietet auf vielen Stockwerken Flaniermöglichkeiten in parkähnlicher Umgebung. Die Transpiration der Pflanzen kühlt die Umgebung sehr effektiv.

Zürich

Hurra, ein Projekt aus Zürich: Die ewz plant auf dem Dach ihres neuen Werkgebäudes eine Kombinationsanlage für Energiegewinnung und Begrünung. Die Pflanzen unterstützen sogar die Energieausbeute: In kühlerer Umgebung leisten Solarzellen mehr.